Brandschutz für re-plate

Brandverhalten von re-plate

re-plate zeigt ein ähnliches Brandverhalten wie herkömmlicher Stahl und verliert bei rund 400°C deutlich an Festigkeit, respektive reduziert seine Vorspannung bei ca. 350°C auf null. Das Gleiche gilt für die Verankerung mit Hilti Direktbefestigungen; für diese liegen separate Versuche des Herstellers zum Brandverhalten vor.

Ein Brandschutz der Verstärkungsmassnahmen ist immer dann erforderlich, wenn die Norm- und länderspezifische Brandlast ohne Verstärkung nicht abgedeckt werden kann.

Brandschutzmassnahme

An der MFPA Leipzig laufen Brandversuche mit einer armierten Betonplatte der Abmessung 3 m Breite und 140-150 mm Dicke mit einer Spannweite 4 m. Diese Normbiegeplatte wird mit re-plate nachverstärkt und danach vollflächig mit SikaCem® Pyrocoat beschichtet. Während dem Brandversuch wird die Temperatur am re-plate sowie an der Innenarmierung gemessen. Somit liegen die Grundlagen vor, um Bemessungskonzepte für die Brandschutzmassnahme vorzunehmen.

Applikation des Brandschutzes

Der Betonuntergrund und die Verstärkungsbänder werden gereinigt und vollflächig mit dem Haftgrundputz SikaCem® Pyrocoat Base überdeckt. Danach wird feinschichtig SikaCem® Pyrocoat Spritzputz vollflächig über der Verstärkungsmassnahme aufgetragen. Der Spritzputz dient auch als Ausgleich von Unebenheiten. Ein E-Glas Netz wird vollflächig über re-plate in den Spritzputz eingelegt. Damit Vibration von re-plate verhindert wird, werden die Bänder seitlich mit Spritzputz verfüllt.

Für Aussenanwendungen oder im Tunnelbau stehen weitere geprüfte Mörtel der Sika MonoTop® Reihe zur Verfügung. Brandschutzmassnahmen, resp. die angegebenen Schichtstärken sind Richtwerte und sind auf die lokal geltenden behördlichen Vorschriften und die geltenden Normen abzustimmen.


Scroll To Top